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2004 & 2005

DISKUSSIONSVERANSTALTUNG: Wem gehört die Musik? 2005

im Rahmen der Dritten Österreichischen Entwicklungstagung, Linz, 18-20 November 2005

VertreterInnen aus Musik, Musikwissenschaft und Entwicklungszusammenarbeit diskutierten gemeinsam mit etwa 30 TeilnehmerInnen den Begriff des Geistigen Eigentums und gingen der heiklen Frage nach, ob man Musik besitzen darf.

So unkonventionell wie das Thema des Workshops – im Allgemeinen gehört Kultur zu den in der Entwicklungspolitik vernachlässigten Themen – war auch der Einstieg: die venezolanische Band Tambores de Venezuela gab eine Kostprobe ihres Repertoires zum Besten und stimmte auf einen spannenden Nachmittag mit und über Musik ein.


KULTURAUSTAUSCH & TOUR: Mo' Some Big Noise & Werner Puntigam (Österreich Tour 2005)

Das Gastspiel ging auf eine Initiative des Posaunisten und Fotografen Werner Puntigam zurück, der im Rahmen eines Stipendiums der Stadt Linz und des Landes Oberösterreich im Jahr 2004 in Maputo Kontakt mit der Musikszene/Kulturszene geschlossen hatte. Das Konzept sah die Verbindung von elektronischer Musik mit mosambikanischen Xylophonen (Timbilas) vor. Die drei am Austausch beteiligten mosambikanischen KünstlerInnen sind Mitglieder einer sehr lebhaften und bewussten Musik- und Kunstszene in Maputo, die durch ihre Musik auch aktiv soziale Themen aufgreifen.
Die Zusammenarbeit war der Versuch, neue und spannende Musik zu realisieren. Damit sollten in Österreich und in Mosambik neue Musikformen entwickelt und vorgestellt werden. Durch die Kooperation wurden die künstlerischen und musikalischen Entwicklungen in Mosambik reflektiert. Aus Sicht der mosambikanischen KünstlerInnen nahmen sie aus Österreich viele neue Erfahrungen und Eindrücke mit, die in die weitere Arbeit einfließen werden.

 

FESTIVAL: moving cultures favoriten 2004

moving cultures favoriten war der Titel der stadtteilbezogenen Kulturarbeit von kulturen in bewegung in Wien Favoriten, dem einwohnerstärkste Bezirk Wiens. Ziel war es, die Auswirkungen der Globalisierung auf lokaler Ebene zu thematisieren, Einblicke in globale Zusammenhänge zu vermitteln und konkrete Handlungsmöglichkeiten mit Interessierten zu erarbeiten.

moving cultures favoriten vermittelte über Musik, Kunst, Literatur oder Populärkulturen wie Fußball Zugänge zu bislang unbekannten Themen und Regionen.  moving cultures favoriten umfasste als Höhepunkt ein Kultur- und Informationsfestival im Böhmischen Prater, Kunstaktionen (Fotoausstellungen) mit dem Thema Kleingewerbe (Orte die einladen) und Konzerte in der Fußgängerzone Favoriten mit den Wiener Einkaufstraßen.

 

FESTIVAL: Fertigstellung des Ndere Center 2004

Das Ndere Centre - ein Kulturareal von 40.000m² mit Theater, Amphitheater, Probemöglichkeiten, Galerie, Restaurant sowie Gästezimmer – wird seit 2004 in einem Außenbezirk von Kampala bespielt.

Die nun abgeschlossene dritte Bauphase beinhaltete die Unterkunft für die Ndere Troupe als ‚resident group‘, Büros und Lagerräume. Mit der Übersiedlung der Ndere Troupe ist eine wesentliche Belebung des Kulturzentrums zu erwarten. Das Ndere Centre beheimatet auch das Headquarter der Uganda Development Theatre Association (UDTA). UDTA geht auf eine Initiative der Ndere Troupe aus 1996 zurück. In den 10 Jahren hat sich UDTA zu einem ständig wachsenden Netzwerk von über 2000 lokalen Theatergruppen entwickelt. Primäre Ziele dieses Netzwerkes sind die Entwicklung der darstellenden Künste sowie der kreative Einsatz der theatralen Mittel zur sozialen Entwicklung und Wandel der ugandischen Gesellschaft.

Angesichts fehlender nationaler Kultursubventionen bietet sich selten die Möglichkeit zu internationalen Kooperationen und internationalem Austausch. Gleichzeitig bietet Zentrum ideale Möglichkeiten für "Artists in Residence“. Dies bestätigte auch der Komponist Lukas Ligeti, der zehn Tage im Ndere Centre arbeitete. Gleichzeitig wird mit der Beteiligung österreichischer KünstlerInnen und Kulturgruppe auf das Engagement Österreichs in Uganda hingewiesen werden.

www.ndere.com