Meine Position: Startseite > Archiv > 2006 & 2007

2006 & 2007

TOUR: Trikaal (NEPAL) auf Österreich Tournee 2007

Höhenflüge für den Frieden: moving cultures nepal: 22. September - 12. Oktober 2007

Im November 2006 wurde in Nepal ein Friedensabkommen unterzeichnet, das den zehnjährigen Bürgerkrieg beendet. Die Konzerttournee von Trikaal in Österreich unterstreicht die Sehnsucht der Nepalis nach einer friedlichen Entwicklung im Himalaya-Staat. 


Die Band: Nava Raj Gurung (tabla, madal, ghatam) Santosh Bhakta Shrestha (Ishraj) Salil Subedi (vocal, effect, didgeridoo) Raman Maharjan (bamboo flute) Gopal Rasaili (guitar) Sachida Nand Rauniyar (manager, tampura)

Die Kompositionen von Trikaal greifen vorwiegend auf die melodische Grundstruktur der indischen Musik (Ragas) und Rhythmen zurück. Alle Musiker sind in klassischer nepalesisch/indischer Musik ausgebildet. Indem sie mit verschiedenen Formen des musikalischen Ausdrucks experimentieren und die musikalischen Grundlagen mit anderen Einflüssen kombinieren, beschreiten sie in Nepal ziemlich erfolgreich Neuland.
Die Stücke sind spirituell, meditativ und gleichzeitig äußerst rhythmisch. „Trikaal ist eine Einladung an das Publikum, unsere musikalischen Höhenflüge zu begleiten“, betont Tablaspieler Navaraj Gurung.

Neben einer Reihe von Konzerten (Österreich-weit) wurden in Kooperation mit dem Verein Öko-Himal Vorträge über die aktuelle politische Situation in Nepal, die Entwicklungen im Berg-Tourismus und eine Ausstellung über Alpen-Himalaya im Vergleich angeboten.


TOUR: Magou & Dakar Transit (BURKINA FASO) - Österreich Tour 2006

In seinen Liedern besingt Magou voller Liebe und Stolz „Mama Africa“, ruft beschwingt seine Landsleute zu mehr Selbstbewusstsein auf, fordert Schuldenerlass für den ausgelaugten Kontinent, mokiert sich in einem Afro-Salsa-Stück über die Schürzenjäger im nächtlichen Dakar und feiert die „Löwen“ beim Sieg über das französische Fußballteam.Während seiner Westafrika-Tour 2002 hatten Hubert von Goisern und seine Band die Möglichkeit, den jungen Musiker kennenzulernen - und waren schlichtweg von seinem musikalischen Können begeistert: „Er ist ein Star, ein Superstar, er weiß es nur noch nicht“, schwärmt der brasilianische Bassist Antonio Porto von dem Sänger und Perkussionisten, der von einer Insel vor Dakar stammt. Begleitet wird Magou von seiner Band Dakar Transit, bei der u. a. als zweiter Gitarrist Baye Diop, die Perkussionisten Dr. Ada und Samson Gassama, Badou Sene an der Talking Drum und der Kora-Spieler Tata Dindin, der zur Zeit in André Hellers Show „Afrika! Afrika!“ das Publikum verzaubert, mitwirken.

 

GELEDE, 2006

Die im April 2006 in Kraft getretene UNESCO-Konvention zum Schutz des immateriellen Kulturerbes stellt eine Ergänzung zum Welterbe-Programm der UNESCO dar. Zum immateriellen Erbe gehören Sprachen, mündliche Literaturformen wie Mythen, Epen und Erzählungen, auch Musik, Tanz, Spiele, Bräuche, handwerkliche Fähigkeiten und indigenes Wissen über die Natur und das Universum. Die UNESCO möchte diese unterschiedlichen kulturellen Praktiken als bedeutsamen Anteil an der kulturellen Vielfalt der Menschheit bewahren. Das Recht von Individuen als auch gesellschaftlichen Gruppen zur Ausübung ihrer jeweils spezifischen Kultur ist ein wesentliches Element der Konvention. Die im Tanzquartier Wien stattfindende Internationale Konferenz zum Stellenwert des immateriellen Kulturerbes im Zeitalter der Globalisierung umfasst Workshops für ExpertInnen, die Aufführung eines Gèlèdè-Rituals mit Introduction Lecture sowie einen Public Round Table.

 

GÈLÈDÈ (BEN)
ein westafrikanisches Ritual als Weltkulturerbe

Seit mehr als einem Jahrhundert findet in der Region Togo / Benin / Nigeria in Westafrika das grenzüberschreitende Gelede Tanzritual statt. Jährlich treffen mehrere tausend Mitglieder der Yoruba Volksgruppe aus entfernten Siedlungsgebieten zusammen, um wichtige gemeinschaftliche Ereignisse wie das Einbringen der Ernte zu feiern oder Bedrohungen durch Dürre oder Krankheit zu bannen.
Im Ritual selbst, an dem verkleidete Tänzerinnen und Tänzer in aufwendig gestalteten Masken teilnehmen, werden Geschichte, Mythen und soziale Rollen der Yoruba Gesellschaft visualisiert und so von einer Generation zur nächsten weiter gegeben.

Die gesellschaftliche Stellung und Funktion der Yoruba-Frauen spielt im Gelede Ritual eine besondere Rolle. Der Legende zu Folge wird im Ritual der Ur-Mutter der Yoruba, Iya Nla und den weiblichen Ahnen gehuldigt, die an eine Zeit erinnern, als die matriarchalische Gesellschaftsordnung durch das Patriarchat ersetzt wurde. Es soll allen Yorubas in Erinnerung rufen, dass der Einfluss der Frauen im gesellschaftlichen Leben nach wie vor gültig ist und dass die Prosperität der gesamten Gemeinschaft vom Wohlwollen dieser – auch als gefährlich wahrgenommenen – weiblichen Ahnen abhängt.

Als einziger Maskentanz Afrikas, in dem Frauen eine zentrale Rolle zukommt, bietet das Gelede Ritual aufschlussreiche Einblicke in das Geschlechterverhältnis einer westafrikanischen Gesellschaft. Durch das Design der Masken und das Verhalten der Tänzerinnen und Tänzer erfährt man Einblicke in erwünschte bzw.unerwünschte Rollenbilder. Das Zusammen- und Widerspiel männlicher und weiblicher Masken ist ein Spiegelbild der als ideal empfundenen Beziehung der Geschlechter.

Der Yoruba-Priester und Choreograf Koffi Kôkô, der zu den renommiertesten Tänzern Afrikas zählt, hat zusammen mit einem Ensemble aus Benin das Gelede Ritual für einen Bühnenauftritt vor europäischem Publikum arrangiert.

Mit: Agathe Abiala, Adéyinka Rébécca Adekoun, Idrissou Chabi Ogbonikin, Laurent Idohou, Folakè Adoukê Micheline Koudadjou, Victor Kpaneodjou, Lucia Monsia, Soumanou Oba-Akpete-Ewe, Sabine Ode, Eloi Oke, Michel Oke, Adrien B. Aladé Oliyichi, Rabiou Owolabi, Fidèle, Tchabi Ganiou Tchaffa Worou

In Kooperation mit dem Wiener Museumsquartier/Tanzquartier, der UNESCO, 123 Tanz, Kulturverein Schloss Goldegg und dem VIDC/kulturen in bewegung wird dieses Weltkulturerbe aus Westafrika erstmals in Österreich zu sehen sein.


DISKUSSIONSVERANSTALTUNG: Der Stellenwert des immateriellen Kulturerbes im Zeitalter der Globalisierung, 2006

Die Ausübung und Weitergabe kultureller Praktiken steht in einer Gesellschaft grundsätzlich in einem komplexen Spannungsverhältnis von Tradition und Erneuerung, von kultureller Vielfalt und „nationaler“ Identität. Die UNESCO-Konvention zum Schutz des immateriellen Kulturerbes legt Rahmenbedingungen fest, die Staaten, aber auch Gruppen in einer zunehmend globalisierten Welt die Möglichkeit geben, ihre kulturellen Traditionen durch relevante kulturpolitische Maßnahmen zu erhalten. Internationale Expertinnen und Experten diskutieren u.a. über den Beitrag von Kultur und Kulturerbe zur nachhaltigen Entwicklung, den Stellenwert von kultureller Vielfalt und Kulturaustausch, den Einfluss des Tourismus auf das kulturell „Authentische“ und die Bedeutung kultureller Traditionen im Bereich von Tanz und Performance.

 

ONDA LATINA
Kultur Festival 20. April - 4. Juni 2006
150 Veranstaltungen Österreich-weit anlässlich des EU-Lateinamerika Gipfels.
www.ondalatina.at (offline)