Faraway... So Close to the Homeland © Alfoz Tanjour 2014
 

Ausgabe 12/2016 und 1/2017 vom 1. Dezember 2016

 

kulturen in bewegung zeigt mit far away | so close im Rahmen des International Human Rights Film Festival this human world (1. – 11. Dezember 2016) vier Filme, die, von dokumentarisch bis experimentell, Krieg als gemeinsamen historischen Ausgangspunkt haben. Auf verschiedene Weisen wird dabei die paradoxe Gleichzeitigkeit von Krieg und Frieden, Nähe und Distanz, Heimat und Fremde verhandelt.

Mit Lalala – Konzerte für Kinder holen wir im Dezember die Sonnenstrahlen Griechenlands nach Wien, im Jänner machen wir einen Ausflug in die Klangwelt der georgischen Kinderlieder.

 

Einen guten Jahresausklang und besten Start ins Neue wünscht

euer kulturen in bewegung-Team

 
 

Kulturtipps
kulturen in bewegung

 

far away | so close

3. – 10. Dezember 2016, Wien


Auf verschiedene Weisen wird in den vier Filmen, die kulturen in bewegung im Rahmen des International Human Rights Film Festival this human world zeigt, die paradoxe Gleichzeitigkeit von Krieg und Frieden, Nähe und Distanz, Heimat und Fremde verhandelt. Far away so close, so nah und doch so fern ihrer alten Heimat, befinden sich viele Menschen, die ihr Herkunftsland verlassen mussten. Dennoch tragen sie die Erinnerungen daran oft nah bei sich und als Stück ihrer Identität in der Fremde. In den Filmen gibt es kaum historisches Material vom Krieg, vielmehr wird mit Leerstellen gearbeitet, die das Publikum selbst handelnd füllen soll. Gezeigt werden verlassene Häuser, alte Erinnerungsstücke, das Banale im Bösen, der Alltag inmitten des syrischen Krieges sowie historisches Kinomaterial, das die Zuschauer_innen anregt, ihre Assoziationen spielen zu lassen.

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© Alfoz Tanjour
 

Lalala – Konzerte für Kinder: Griechische Lieder

18. Dezember 2016, Wien


Loukia Agapiou kommt aus einem Land, in dem 365 Tage im Jahr die Sonne scheint: Griechenland! In der Mitte sind die Berge und rundherum das Meer. Die Fische und die Korallen sind dort zu Hause und oben fahren die Boote auf dem glitzernden Wasser. Wenn wir ganz leise sind, können wir in der Ferne die griechischen Lieder hören, die aus den Tavernen durch die Buchten schallen. Die Fische blubbern dazu im Rhythmus, die Wellen tanzen zu den Melodien.

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Lalala – Konzerte für Kinder: Rimtiri
15. Jänner 2017, Wien

 

Der georgischen Sängerin Teona Mosia wurde die Volksmusik ihrer Heimat in die Wiege gelegt, von klein auf ist sie mit den Liedern des Landes vertraut. Im Zusammenspiel mit dem serbischen Pianisten Nikola Stanosevic bringt sie Arrangements georgischer Kinderlieder, kraftvolle Rhythmen sowie mystische  Klänge aus Georgien nach Wien. Mit ihrer jazzigen Stimme verleiht sie der traditionellen Musik neuen Schwung.

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Kulturtipps
Musik

 

Salah Ammo Quartett

17. Jänner 2017, Wien

 

Salah Ammos Musik kombiniert orientalische Rhythmen mit jazzigen Harmonien. Seine berührenden Melodien klingen fremd und gleichzeitig ganz vertraut. Atmosphärische Klangwelten mischen sich mit ungewöhnlichen Beats. Salah Ammo: Bouzouk, Gesang, Oliver Steger: Kontrabass, Julia Siedl: Klavier, Peter Gabis: Hang, Perkussion, Obertongesang, Patrick Dunst: Saxophon

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©Heißenberger
 

"Erkennt die unsichtbare Schnur, die alle mit allen verbindet"

26. Jänner 2017, Wien


Regina Fritsch, Mavie Hörbiger, Marie-Luise Stockinger und Philipp Hauß lesen Texte europäischer, afrikanischer und asiatischer Autoren, Barbara Coudenhove-Kalergi, Staatssekretärin Muna Duzdar, Proschat Madani, Fiston Mwanza Mujila, Julya Rabinowich und andere Gäste erzählen von ihren Erfahrungen mit Flucht und Migration, Verlust der Heimat und neuem Heimisch­Werden. Act.Now (2015 von Patricia Kahane, André Heller und Elke Zuckermann begründet) initiiert und unterstützt internationale Projekte mit dem Ziel, gesellschaftliche Konflikte abzubauen – und ermöglicht an diesem Abend den Auftritt von Musiker_innen aus Ägypten, Bosnien, Burkina Faso, Georgien, Iran, Palästina, Senegal, Serbien, Syrien und Österreich: Marwan Abado & Viola Raheb, Salah Ammo – DD Band, Golnar & Mahan, Natasa Mirkovic, Touki, Konstantin Wladigeroff & Milos Todorovski

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Kulturtipps
Literatur

 

Kritische Literaturtage Salzburg
2. – 4. Dezember 2016, Salzburg


Die zweiten Kritischen Literaturtage Salzburg werden von 2. bis 4. Dezember 2016 wieder in der ARGEkultur Salzburg stattfinden. Wie schon im Vorjahr bekommen die BesucherInnen die Möglichkeit, sich bei freiem Eintritt mit neuer kritischer und politischer Literatur auseinanderzusetzen. Der Programm-schwerpunkt liegt heuer auf dem regionalen literarischen und verlegerischen Schaffen, samt einer Präsentation deutsch-sprachiger Literaturzeitschriften und Literaturprojekte.

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© Thinkstock
 

Dževad Karahasan ─ "Der Trost des Nachthimmels"

13. Dezember 2016, Graz

 

Ein erzählerisches Meisterwerk über Blüte und Zerfall eines islamischen Reiches. Mit epischer Kraft, den Scharfsinn und die Ohnmacht seiner Protagonisten im Blick, schildert der große bosnische Schriftsteller Dževad Karahasan, wie der heraufziehende religiöse Fundamentalismus eine blühende, von geistiger Vielfalt und Toleranz geprägte Epoche zerstört. "Dževad Karahasans Ideenroman ist ein Jahrzehnte-Ereignis. Es wird viel Zeit brauchen, seine künstlerische und intellektuelle, spielerische und philosophische, ernste und (aber)witzige Dimension zu erfassen." (Andreas Breitenstein, NZZ)

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© Bauer
 
 

Kulturtipps
Bildende Kunst

 

Werkpräsentation: Artists in Residence

12. – 22. Dezember 2016, Wien


Das Bundeskanzleramt (BKA) und KulturKontakt Austria (KKA) laden zur vierten Werkpräsentation der internationalen Artists in Residence in den Veranstaltungsraum des Bundeskanzleramtes am Concordiaplatz in Wien ein. Gezeigt werden Arbeiten von Bojan Djordjev aus Serbien, Anka Leśniak aus Polen, Dania González Sanabria und Grethell Rasúa Fariñas aus Kuba sowie Chor Guan Ng aus Malaysia. Bojan Djordjev präsentiert eine Arbeit, die gemeinsam mit Siniša Ilić (AIR 2009) in Wien entstanden ist. Grethell Rasúa Fariñas arbeitete auch in Wien mit Harold Garcia an ihrem gemeinsamen fortlaufenden Projekt.

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© Dania González Sanabria
 

Salon der Künste

13. Dezember 2016, Wien

 

Der Verein cardamom & nelke hat es sich zur Aufgabe gemacht, geflüchteten Künstlerlnnen die Gelegenheit zur Präsentation ihrer kreativen Arbeit und zum professionellen Netzwerken zu geben. Bei der vierten Ausgabe des Salons gibt es einen Jahresrückblick, sowie neue Performances. Durch den Abend führen Ali Reza Daryanaward (Iran), Schauspieler, und Miriam Unger. Unter anderem mit Nour Shantout (Syrien), Mixed Media, Enas Altaweel (Syrien), Kostümbildnerin und Modedesignerin, Installationen, Marwa Sarah (Syrien), Malerei, Installationen, Thaer Maarouf (Syrien), Maler, Mixed Media Muhammad Farouk (Syrien), Maler Mohamad Kuty (Syrien), Maler, Mehyar Sawas (Syrien), Skulpturen, Cravan Collective (Afghanistan), Musiker

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Gareth Kennedy: Die unbequeme Wissenschaft – Akt II

bis 29. Jänner 2017, Innsbruck

 

Als Abschluss der einjährigen Zusammenarbeit mit dem Tiroler Volks-kunstmuseum präsentiert das Künstlerhaus Büchsenhausen die Ausstellung Die unbequeme Wissenschaft - Akt II von Gareth Kennedy. Darin erweitert der Künstler seine bereits in Südtirol begonnene Auseinandersetzung mit Repräsentations-ideologie und Traditionserfindung im Dritten Reich um eine weitere, für Nordtirol relevante Facette: Die Tätigkeit der ehemaligen Volks-kunstmuseumsleiterInnen Josef Ringler und Gertraud Pesendorfer zu Zeiten der NS-Kulturkomission "Ahnenerbe" (1940-43).

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© Kennedy
 
 

Kulturtipps
Film

 

VIII. Mittelamerikanisches Filmfestival Wien 2016

1. – 7. Dezember 2016, Wien


Kultur findet statt, und zwar mitten in Wien mitten im METRO Kinokulturhaus und in diesem Fall steht eine Woche ganz im Zeichen mittelamerikanischer Kultur. Das Film Archiv Austria und Papaya Media Association werden neueste audiovisuelle Produktionen der mittelamerikanischen Region aus Guatemala, El Salvador, Costa Rica, Nicaragua, Panama, Honduras und dem diesjährigen Gastland Kolumbien präsentieren.

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Kulturtipps
Theater

 

Geächtet

10. Dezember 2016 – 11. Februar 2017, Graz

 

Zwei Paare geraten während eines Abendessens in einem New Yorker Appartement aneinander und aus einer anfangs harmlosen, intellektuellen Konversation heraus entwickeln sich Vorwürfe und Anschuldigungen, die zu Rollenkonflikten führen und den Abend eskalieren lassen. „Geächtet“ ist ein Stück der Stunde, das die alltäglicher werdenden Konflikte unserer Gesellschaft schonungslos auf den Punkt bringt. In der realistisch-prägnanten Art eines auf den dramatischen Konflikt zugespitzten well-made-plays erinnert dieses Kammerspiel an Yasmina Rezas berühmten „Gott des Gemetzels“. Auch hier tritt die animalische Seite des gebildeten, zivilisierten Menschen ungeschönt zu Tage, hervorgerufen durch Konflikte, die dicht am Puls unserer Zeit liegen.

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71 oder der Fluch der Primzahl

4. – 28. Jänner 2017, Burgenland

 

Es ist der  27. August 2015. Die Medien in ganz Europa berichten über einen Kühltransporter, der bereits seit zwei Tagen an einem Pannenparkplatz auf der Autobahn bei Parndorf abgestellt ist und aus dem die Leichenflüssigkeit einer zunächst unbekannten Anzahl seit Tagen toter Menschen tropft.Ein Theaterstück über die 71 Toten, die am 27. August 2015 in einem Kühl-LKW an einer Pannenbucht bei Parndorf entdeckt wurden. Mit Texten von 21 burgenländischen AutorInnen, Interviews mit 15 GesprächspartnerInnen rund um die Aufarbeitung der Katastrophe, Bildmotiven von dutzenden KünstlerInnen, 5 DarstellerInnen auf der Bühne.

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© Bruckmüller
 
 

Kulturtipps
Tanz

 

Sidi Larbi Cherkaoui – Eastman

20. & 21. Jänner 2017, St. Pölten


Das Tanzjahr 2017 beginnt furios mit „Fractus V“, der neuen Kreation von und mit Sidi Larbi Cherkaoui! Endlich steht der erklärte Festspielhaus-Publikumsliebling wieder selbst als Tänzer auf der Bühne und erkundet gemeinsam mit einem Circus-Akrobaten, einem Lindy-Hopper, einem Flamenco-Tänzer und einem B-Boy aus der internationalen Hip-Hop-Community die Weiten und Grenzen menschlichen Denkens. Drei Live-Musiker ergänzen mit ihren japanischen, indischen und koreanischen Musiktraditionen den interkulturellen Dialog zwischen neun Nationen, für den sich der flämisch-marokkanische Ausnahmechoreograf diesmal von Noam Chomskys Thesen über die Meinungsfreiheit inspirieren ließ.

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© Filip Van Roe
 
 

Kulturtipps
Weihnachten

 

Afrikanischer Weihnachtsmarkt

10. Dezember 2016, Wien

 

Wir laden Sie herzlichst zum diesjährigen Afrikanischen Weihnachtsmarkt am Samstag, den 10. Dezember 2016 im Forum-Mozart-Platz, Mozartplatz 4, 1040 Wien ein! Zum Verkauf werden diverse handgemachte afrikanische Fertigkeiten, Textilien und Kunststücke angeboten. Zur Stärkung von Leib und Seele bieten wir selbstverständlich köstliche afrikanische Getränke und Speisen an. Der Reinerlös aus dem Verkauf unserer Exponate, Artikel und Speisen, kommt der Gründung einer Afrikanischen Bücherei in Wien zugute. Wir freuen uns schon sehr, gemeinsam mit Ihnen einen gemütlichen und besinnlichen Tag in einem angenehmen afrikanischen Ambiente zu verbringen.

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Tipps
Crowdfunding

 

Filmrettung "Stadt ohne Juden"

 

Ein Crowdfunding-Projekt von Filmarchiv Austria, Film und Gesellschaft, Wien: Im Oktober 2015 wurden wir von einem französischen Sammler informiert, dass er auf einem Pariser Flohmarkt altes Filmmaterial gefunden hätte. Als wir erstmals das empfindliche Nitromaterial in Händen hielten, trauten wir unseren Augen nicht: Meter für Meter stellte sich heraus, dass es sich hier um die bisher lange gesuchten, fehlenden Teile des vielleicht wichtigsten österreichischen Stummfilms DIE STADT OHNE JUDEN (A 1924) handelte. Ziel ist, dass der Film mit deiner Unterstützung noch in diesem Jahr umkopiert und in bester Qualität digitalisiert wird. Damit ist er vor dem Zerfall gerettet. In weiteren Schritten kann er dann restauriert und nach Jahrzehnten auch erstmals in voller Länge wieder vorgeführt werden.

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© Filmstill
 

Impressum

Herausgeber und Medieninhaber: 
kulturen in bewegung 
VIDC – Vienna Institute for International Dialogue and Cooperation, 1040 Wien, Möllwaldplatz 5/3, 
Tel: +43-1-713 35 94, Fax: +43-1-713 35 94 73office@vidc.orgwww.vidc.org 

Redaktion und inhaltliche Verantwortung: Edith Brotzge 
Rückfragen und Reaktionen bitte an brotzge@vidc.org 

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