In meiner Hand eine Wolke
 

Ausgabe 2/2017 vom 1. Februar 2017

 

Die ersten Tage des Donald J. Trump als Präsident der Vereinigten Staaten sind angebrochen und die Welt wird in Atem gehalten mit Dekreten und Rechtsordnungen. Die westliche Wertegemeinschaft gerät ins Wanken und die weltpolitischen Umstände halten jede_n Einzelne_n von uns an, darüber nachzudenken, in was für einer Welt wir leben wollen. Rücken wir das Gemeinsame oder das Trennende in den Fokus?!

Durch unsere jahrelange Arbeit hat sich kulturen in bewegung längst für Ersteres entschieden und setzt mit In meiner Hand eine Wolke in diesen bewegten Zeiten am 22. März eine klares kulturpolitisches und gesellschaftliches Statement. Musik als etwas uns Menschen Verbindendes – Grenzen im Kopf werden durch das Ohr und das Herz überwunden.

Auch unsere Reihe Lalala – Konzerte für Kinder zieht über geographische Grenzen hinweg. Klein und Groß reisen mit Ljubinka Jokić und Daniela Fischer musikalisch von Russland nach Mitteleuropa.

 

Eine gemeinschaftlich orientierte Haltung in turbulenten Zeiten wünscht

euer kulturen in bewegung-Team

 
 

Kulturtipps
kulturen in bewegung

 

Lalala – Konzerte für Kinder: Kockica 
19. Februar 2017, Wien

Ljubinka Jokić und Daniela Fischer machen mit Gitarre, Geige und Stimme Musik, für die sie von Russland über den Balkan nach Mitteleuropa verschiedenste Stile aufschnappen, verarbeiten und mit ihrer eigenen Note wiedergeben. Bunte Melodien, schwungvolle Lieder und groovige Beats warten auf die kleinen und großen Zuhörer_innen.

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In meiner Hand eine Wolke
22. März 2017, Wien

Federleicht und grenzenlos ziehen die Wolken über uns hinweg als Symbole eines weltumspannenden Ganzen. „In meiner Hand eine Wolke“ heißt ein Gedicht des palästinensischen Schriftstellers Mahmoud Darwisch. Es verweist auf das Schicksal geflüchteter Menschen  in der Diaspora. Viele von ihnen haben hier in Österreich eine neue Heimat gefunden. Neu hier angekommene Künstler_innen aus Syrien, Afghanistan, dem Iran und dem Irak stehen am 22. März 2017 gemeinsam mit österreichischen Musiker_innen  auf der Bühne des Theater Akzent.

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Kulturtipps
Musik

 

Mokoomba
11. Februar 2017, Innsbruck

Mokoomba zaubern eine elektrisierende Mischung aus Afro-Fusion und traditionellen Tonga-Rhythmen auf die Bühne. Stillstehen geht nicht: Die Band lebt ihre Musik mit vollem Körpereinsatz und steckt jeden an. Von hellen Kora-Klängen bis zur dunklen Sanftheit des Cellos, von karibischen Rhythmen bis zum Hip-Hop ist alles in ihrer Musik vereint. Die Band explodiert bei ihren Liveauftritten buchstäblich auf der Bühne und lässt die Luft in den Konzertsälen vor Energie knistern. Sie singen von der Liebe oder von sozialen Missständen & Aids-Gefahr, belachen viel und haben eine einzigartige Musikwelt erschaffen  -  mit stark urbanem Vibe!

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© Milena Strange
 

23. Wiener Flüchtlingsball
24. Februar 2017, Wien

Der 23. Wiener Flüchtlingsball wird am Freitag, den 24. Februar 2017 im Wiener Rathaus stattfinden. Und es konnten auch wieder zwei internationale Highlights für den Flüchtlingsball gewonnen werden: „The Legends of Gypsy Brass“ Fanfare Ciocarlia aus Rumänien und das Barcelona Gipsy Balkan Orchestra aus Spanien.

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Kulturtipps
Literatur

 

Der ausgestopfte Barbar – Gergely Péterfy
16. Februar 2017, Salzburg

Der neue Roman Gergely Péterfys ist das Ergebnis zehnjähriger Arbeit, genauer Recherche und einer perfekt durchdachten Komposition. Er führt in das Wien des 18. Jahrhunderts, genauer in die Hofburg als eines der Machtzentren der Habsburger Monarchie. Seine zentrale Figur, Angelo Soliman, bewegt sich in Frei-maurerkreisen, tauscht sich mit Wissenschaftern aus und unterhält beste Beziehungen zu Kaiser Joseph II. Aufgrund seiner Hautfarbe wird er dennoch als Jahrmarktsattraktion behandelt. Sein Leichnam wird im Hof-Naturalien-Cabinet in der Wiener Hofburg zur Schau gestellt.

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© Nischenverlag
 

An Grenzen(d) Schreiben – Mascha Dabić, Petar Matović
21. Februar 2017, Wien

In Mascha Dabić‘ Debütroman Reibungsverluste erzählt Nora von ihrem aufwühlenden Leben: Sie vermittelt als Dolmetscherin zwischen traumatisierten Menschen, die aus ihren Ländern geflohen sind, und Therapeut_innen, die Zugang suchen zu den Geschichten ihrer Klient_innen. In den Gedichten von Petar Matović sind die Gegenstände, die Orte und Personen umgeben von dem Schimmer ihrer stummen Beredsamkeit, ihres beredten Schweigens. Die Notwendigkeit, etwas aus-, etwas anzusprechen grenzt an die Notwendigkeit zu schweigen, zu verschweigen.

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© Milica Djordjević
 
 

Kulturtipps
Bildende Kunst

 

Aufwachsen – Notlanden – Ankommen – Dazugehören
18. Februar 2017, Innsbruck

Bilder vom Krieg in Syrien sind omnipräsent. Doch das Alltagsleben wird nicht gezeigt. Emad Husso, ein geflüchteter, syrischer Journalist, hat aus Aleppo und einem türkischen Flüchtlingslager Fotos mitgebracht, berührende Bilder, die das Leben inmitten des Krieges zeigen. In Europa ist in der Zwischenzeit die Rede von Flüchtlingskrise und -wellen, Wortschöpfungen, die den Blick auf das einzelne Schicksal verhindern und eine homogene Masse suggerieren.

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© Emad Husso
 
 

Kulturtipps
Film

 

Warriors
6. Februar 2017, Wien

Am Fuße des mächtigen Massivs von Mount Kenya fürchtet ein Stamm der Maasai um seine Zukunft. Mit alten Traditionen wie weibliche Genitalverstümmelung (FGM - Female Genital Mutilation), die sogar schon an sechsjährigen Mädchen durchgeführt wird, und HIV/Aids als konstanter dunkler Schatten, muss sich die Gemein-schaft „verändern oder untergehen.“ Die Veränderung kommt in Form einer Gruppe junger Maasai Krieger, die allem Widerstand zum Trotz ein Cricket-Team gegründet hat. Durch das Spiel finden sie ihr Selbstvertrauen. Mit klarer Stimme fordern sie gleiche Rechte und Bildung für Mädchen, das Ende von FGM und eine veränderte Einstellung zu HIV/Aids.

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© Still Warriors, UK 2015
 

Desert Kids
ab 24. Februar 2017, Österreich

Die Wüste Negev ist ein Ort der Gegensätze und Extreme, Heimat zweier unterschiedlicher Kulturen. Menschen aus dem Kibbuz und der Beduinensiedlung leben nah beieinander und dennoch getrennt. Die Probleme der Jugendlichen aber, ihre Wünsche und Hoffnungen, sind dieselben wie überall auf der Welt. Doch ebenso stark und unauflösbar scheint ihr Leben mit dem Schicksal und der Geschichte Israels verbunden.

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© Still Desert Kids, A 2016
 
 

Kulturtipps
Theater

 

Gegen die Wand 
16. & 17. Februar 2017, Wien

Nach einem missglückten Selbstmordversuch lernt die 20-jährige Türkin Sibel den 40-jährigen Cahit kennen. Um aus der Welt ihrer Eltern und deren konservativer Lebenseinstellung zu entfliehen, geht Sibel mit Cahit eine Scheinehe ein. Sie genießt das neu gewonnene Leben in vollen Zügen, doch als Cahit und sie sich wirklich ineinander verlieben, nimmt das Unglück seinen Lauf. Mit seinem preisgekrönten Film „Gegen die Wand“ erzielte der Hamburger Regisseur Fatih Akin nicht nur einen sensationellen Kinoerfolg, er gab auch den längst überfälligen Anstoß zur Debatte um deutsch-türkisches Zusammenleben und belebte die Diskussion um Integration, Tradition und Interkultur.

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© Yasmina Haddad
 
 

Kulturtipps
Tanz

 

Sidi Larbi Cherkaoui | Damien Jalet – Babel (words) 
25. Februar 2017, St. Pölten

Kein anderer Künstler ist so eng mit dem Festspielhaus verbunden wie der flämisch-marokkanische Starchoreograf und Vermittler zwischen den Kulturen Sidi Larbi Cherkaoui. Mit „Babel (words)“ landete er im Festspielhaus bereits 2010 einen Publikumshit. Als eine der humorvollsten Kreationen von Cherkaoui, handelt „Babel (words)“ von nichts weniger als der Suche nach dem Gottesbegriff und dem menschlichen Streben nach Göttlichkeit. Im Klanggewirr zwischen Rhythmen, Schritten, Herzschlägen, Stimmen und Rufen finden wir uns inmitten der von Gott überbrachten Sprachverwirrung wieder – ein kosmisch-komisches Ereignis, not to be missed!

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© Koen Broos
 

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