In meiner Hand eine Wolke – Dawa
 

Ausgabe 3/2017 vom 28. Februar 2017


Der Frühling hält endlich Einzug! Die Sonne lockt mit zarter Wärme die ersten Frühlingsboten aus ihrem Winterschlaf. Nicht nur die Natur erwacht, sondern auch wir spüren die frische Energie, die die immer länger und sonniger werdenden Tage mit sich bringen. Wir freuen uns auf gemeinsames Hören, Feiern und Verstehen bei In meiner Hand eine Wolke am 22. März im Theater Akzent. Passend zum Neuanfang der Natur ist dieser Abend voll mit bunten musikalischen Premieren: DAWA arbeitet mit dem syrischen Sänger Ali Asaad zusammen, Salah Ammo stellt sein neues Trio-Projekt vor, Wolfgang Schlögl (I-Wolf) präsentiert gemeinsam mit dem afghanischen Rapper Youssufu einen neuen Song, das Who is Who der globalen Musikszene wird mit dem Vienna World Orchestra unsere Herzen sicher höher schlagen lassen.

Mit dem Frühling kommt auch Nobuntu wieder nach Wien, am 18. März gibt es im Spektakel stimmgewaltigen Acapella-Gesang aus Simbabwe zu hören.

Sonnige Frische für die kleinen Ohren gibt es auch am 19. März mit Nobuntu bei Lalala – Konzerte für Kinder in der Pfarre Cyrill & Method.

Viel Energie und noch mehr Sonne
wünscht euer kulturen in bewegung-Team

 
 

Kulturtipps
kulturen in bewegung

 

Nobuntu
18. März 2017, Wien

Nobuntu ist derzeit die einzige Frauen-Vocalgruppe Simbabwes. Bislang wurde dieser Gesangstil ausschließlich von Männern repräsentiert. Mit ihrer Musik setzen die fünf Frauen einen wichtigen Impuls für Veränderungen herkömmlicher Rollenmuster innerhalb ihres Landes und darüber hinaus. Die fünfköpfige Acapella-Frauengruppe aus Bulawayo (Simbabwe) kombiniert traditionelle simbabwische Musik, Gospel, Afro-Jazz und Crossover. Ihre Stimmen, ihre Energie und ihre energiegeladene Bühnenpräsenz sind ein Erlebnis, das verbindet und nachhallt. Ein Minimum an Perkussion und akustischen Instrumenten sowie Tanzeinlagen geben dem Konzert zusätzliche Kraft.

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© Tswarelo Mothobe 10th District Music
 

Lalala – Konzerte für Kinder: Nobuntu
19. März 2017, Wien

Die fünf Frauen aus Simbabwe transportieren mit ihrer Musik eine geballte Ladung an Kraft, Lebensfreude und Harmonie. Ihr Acapella-Gesang, eine Kombination aus traditioneller simbabwischer Musik, Gospel und Afro-Jazz, wird begleitet von minimalem Instrumenten-einsatz und Tanz. Ein stimmgewaltiges Erlebnis, das Groß und Klein in höheren Sphären schwingen lässt!

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In meiner Hand eine Wolke
22. März 2017, Wien


Federleicht und grenzenlos ziehen die Wolken über uns hinweg als Symbole eines weltumspannenden Ganzen. „In meiner Hand eine Wolke“ heißt ein Gedicht des palästinensischen Schriftstellers Mahmoud Darwisch. Es verweist auf das Schicksal geflüchteter Menschen in der Diaspora. Viele von ihnen haben hier in Österreich eine neue Heimat gefunden. Neu hier angekommene Künstler_innen aus Syrien, Afghanistan, dem Iran und dem Irak stehen am 22. März 2017 gemeinsam mit österreichischen Musiker_innen auf der Bühne des Theater Akzent.

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Kulturtipps
Musik

 

Nomfusi
4. März 2017, Wiesen

 

Die südafrikanische Soul-Sensation Nomfusi kommt ins Jazz Pub Wiesen! Bei ihrem einzigen Österreich-Konzert trifft die Seele von Mama Afrika auf das Feuer von Motown und Soul. Heraus kommt dabei eine Packung pures Dynamit, Tina Turner und Miriam Makeba in einer Person! Ihre fantastische Bühnenperformance spricht für sich, nicht entgehen lassen...

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© Nomfusi
 

Faces & Places
14. März 2017, Wien

 

In Faces & Places erzählen 14 Musiker_innen aus 5 Nationen die Lebensgeschichten von vier Musiker_innen aus Burkina Faso, Venezuela, Syrien und Kuba, die aus unterschiedlichen Situationen und auf diversen Wegen im Musikland Österreich gelandet sind und hier mit Existenz und Kunst jonglieren. Menschen aus Syrien, Burkina Faso, Kuba, Österreich und Venezuela zeigen in dem Cross-overprojekt aus Musik, Performance, Film und Theater ihre Kunst und ihr Leben, illustrieren ihre Wege nach und durch Österreich, die Drahtseilakte und akrobatischen Notwendigkeiten, die eine Existenz wie die ihrige erfordert.

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© Peter Purgar
 

Aline Frazão

18. März 2017, St. Pölten

Für ihr Album „Insular“ entfernt sich die angolanische Songwriterin Aline Frazão denkbar weit von ihren musikalischen Ursprüngen: Als Jugendliche sang sie Fado, Jazz, brasilianischen Pop und afrikanische Musik, ihre ersten Songs waren vom Bossa Nova beeinflusst. Daraus schälte sich mehr und mehr eine eigenständige Klangsprache, zu ihren afrikanischen Wurzeln gesellte sich eine selbstbewusste Indierock-Attitüde. Auf ihrer Reise auf die Atlantik-Insel Jura lässt Aline Frazão alle Klischees hinter sich und findet zu einem poetischen Gesang voll melancholischer Schönheit.
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© Dinis Santos
 

Sona Jobarthe & Band: Moderne Kora & Griot-Musik

25. März 2017, Innsbruck

Die Kora ist eine Stegharfe, die mit beiden Händen gezupft wird, ein typisch westafrikanisches Instrument und bislang eine Männer-domäne. Sona Jobarteh aus Gambia gilt als erste bedeutende Kora-Virtuosin Afrikas. Vermutlich wird Sona Jobarteh, Enkelin des Master-Griot Amadu Bansang Jobarteh und Cousine des berühmten Kora-Maestros Toumani Diabaté in die Geschichtsbücher eingehen: Sie ist die erste Frau aus einer Griotfamilie, die Kora spielt. Bei ihrer Musik geht es um weit mehr, als nur das Instrument zu beherrschen. Mit ihrer Band zeigt Sona Jobarteh, wie man die Griot-Tradition auch im 21. Jahrhundert lebendig halten kann. Sie klingt modern, ohne verwestlicht zu sein und ohne ihre musikalischen Wurzeln zu vergessen.
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© Sona Jobarteh
 

Grenzenlos verschieden

31. März 2017, Graz

Musik ist über Jahrhunderte durch die Welt gezogen, ohne sich um Grenzen zu kümmern. In Ägypten hat man die gleichen Melodien gesungen wie in Bosnien oder in der Türkei – jedes Land hat seine eigene Farbe, seine eigenen Traditionen hinzugefügt. Musik wirkte also über die Grenzen hinweg verbindend, ohne dabei zu nivellieren, sondern in voller Ausprägung regionaler und nationaler Unterschiede. Und so entspann sich ein Netz musikalischer Stile und Sichtweisen, das die Welt, in der wir leben, immer wieder in neuem Licht erklingen lässt. Grazer Musiker_innen aus aller Welt und das Grazer Philharmonische Orchester lassen diese Tradition der Begegnung auf der großen Grazer Bühne aufleben.
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Kulturtipps
Musik & Literatur

 

Mirjam Mikacs (Hg.) – Ein musikalisch-literarisches Hörbuch aus dem Burgenland
8. März 2017, Oberwart


Grenzen, Flucht und Krieg sind die brisanten gesellschafts-politischen Schlagworte, um die dieses musikalisch-literarische Hörbuch, konzeptioniert und herausgegeben von der burgenländischen Musikerin Mirjam Mikacs, kreist. Ausgehend von eigenen Kompositionen zum Motiv „Fallende Mauern und offene Räume“ befasst sich Mikacs mit Migration und dem Übergang und Aufbruch von Grenzen, wobei sie aktualitätsbezogen vor allem ein Land in den Mittelpunkt rückt: Syrien. Sie komponiert im Stil der zeitgenössischen Klassik und zitiert dabei Themen syrischer Lieder, über die organisierte Improvisationen stattfinden. Erweitert wird die musikalische Ebene aber auch durch eine literarische. Mit feministischem Ansatz lud Mikacs burgenländische Autorinnen ein, Texte zu dieser CD beizutragen
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© CD-Cover
 
 

Kulturtipps
Bildende Kunst

 

Bingo Birds
3. – 31. März 2017, Wien

 

Das kleine Dorf Bakudui ist ein Zentrum balinesischer Hand-werkskunst, spezialisiert auf zeremonielle Garuda-Skulpturen. Vater und Sohn Suantara und Agus Made liegen aber seltene Paradiesvögel und Balistare am Herzen. Aus dem leichten Holz der heimischen Albizia, der Seidenakazie, schnitzen sie kunstvolle Fantasievögel und bemalen sie, Schmuckfedern ähnlich, mit bunten Farben. Angeregt von Masken gegen böse Geister der Insel Kalimatan schnitzen sie dekorative Hausgeister, die angeblich zu 100 Prozent wirksam sind.
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© Suantara und Agus Made
 

Transition

bis Ende März 2017

Die Ausstellung „Transition“ widmet sich den Erzählungen von gesellschaftlichen Übergängen im Kontext der aktuellen Fluchtbewegung. Ausgehend von der Graphic Novel „In Mind“ - Räume der Erinnerung von Johanna Regger zeigen Künstlerinnen und Künstler ihre Auseinandersetzung mit Räumen, denen Flüchtende auf ihrem Weg begegnen. Die gezeigten Comics, Zeichnungen, Malereien und Fotografien beschäftigen sich mit Orten wie Transitlagern, Containerstädten, Stränden, u.a.
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© fotofischer
 
 

Kulturtipps
Film

 

Entwicklungspolitische Filmtage 2017: Palästina
9. – 18. März 2017, Österreich

 

Im März stehen die "Entwicklungspolitischen Filmtage" im Zeichen von Palästina. Der Verein KuKuRoots hat als Veranstalter Gäste eingeladen, die einen analytischen und kritischen Blick auf die gravierendsten Herausforderungen eines der konfliktträchtigsten Gebiete des letzten Jahrhunderts werfen. Im Fokus stehen dabei der Wandel Palästinas im Zeichen des Films, die Hoffnung auf Frieden, die Auswirkungen der Landflucht auf die ländliche Entwicklung, die Rolle der Frauen und die ökologischen und ökonomischen Probleme der Verstädterung bzw. Probleme, die sich aus der israelischen Siedlungspolitik ergeben. Aber auch Projekte der Versöhnung kommen zur Sprache.

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Hunger.Macht.Profite.8
9. März – 7. April 2017, Österreich

 

Im März und April 2017 finden zum achten Mal die Filmtage zum Recht auf Nahrung – Hunger.Macht.Profite.8 – statt. Die Filmtage machen Station in Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Tirol, Vorarlberg und im Burgenland. Die Projektträger*innen FIAN Österreich, normale.at, ÖBV-Via Campesina Austria und Attac Österreich/ AgrarAttac zeigen kritische Dokumentarfilme über unser Agrar- und Lebensmittelsystem. Die Filme beschäftigen sich mit Landraub, Mangelernährung, der Milchkrise, Futtermittelproduktion, indigenen Rechten, migrantischen Erntehelfer*innen, dem „Strukturwandel“, der europäischen Agrarpolitik u.v.m.

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Kulturtipps
Theater

 

Badluck Aleppo
28. & 29. März 2017, Wien

 

badluck aleppo ist ein Folgeprojekt zu unserer Produktion "badluck" vom letzten Jahr im Theater Nestroyhof Hamakom.  Der unmittelbare Anstoß kam von einigen Mitwirkenden mit Verwandten und Freund_innen in Aleppo, die uns sagen, dass die Dinge anders und komplizierter liegen, als wir sie hier wahrnehmen. Dazu kommt, dass nach dem blitzartigen Abreißen der medialen Berichterstattung in unserem Bewusstsein eine Art schwarzes Loch entstanden ist, in das alles, was uns eben noch aufgewühlt hat, verschwindet. Es ist ein Ziel des Projekts, gegen diesen Schwund zu arbeiten, nachzufragen, was er mit uns zu tun hat, und Spuren zu sichern.

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Kulturtipps
Feier

 

Kurdisches Neujahrs- und Frühlingsfest: Newroz

25. März 2017, Salzburg

„Newroz“ bedeutet „Frühlingsfest“ und wurde zum ersten Mal in Mesopotamien (vor ca. 8.000 Jahren) zelebriert. Damals legten die Menschen Vorräte für den Winter an. Hatte man zu Winterende noch Vorräte aufgespart, musste man diese der Religion und Kultur nach mit anderen teilen. Ein weiterer Grund war, dass am 21. März Tag und Nacht gleich lang sind. Somit entstand Newroz Anfang Frühling. Newroz wurde zum politischen Fest als Widerstand und Protest gegen die türkische Republik und die Unterdrückung der Kurd_innen.

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Kulturtipps
Kultur & Diskurs

 

Handschrift – De/Kolonisation – Film
2. März 201, Wien

 

Zweimal Mediengeschichte, zweimal De/Kolonisation – Katharina Luksch und Paula Pfoser stellen in der Akademiebibliothek ihre Bücher vor, die aus Abschlussarbeiten an der Akademie her-vorgegangen sind. Beide Publikationen beschäftigen sich mit Formen der österreichischen Auseinandersetzung mit Kolonialismus. Katharina Luksch diskutiert ein vorkolumbianisches Manuskript in der Österreichischen Nationalbibliothek, anhand dessen Rezeptionsgeschichte ein (post-)koloniales Machtgefüge deutlich gemacht wird. Paula Pfoser analysiert in ihrer Arbeit, wie die Dekolonisation Afrikas im frühen österreichischen Fernsehen verhandelt wurde – und diskutiert dies mittels TV-Ausschnitten aus dem Archiv des ORF.

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© Buchcover, Zaglossus 2016
 

Impressum

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Rückfragen und Reaktionen bitte an brotzge@vidc.org 

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