Musafer © Andreas Kurz
 

Ausgabe 4/2017 vom 30. März 2017


In meiner Hand eine Wolke am 22. März 2017 im Theater Akzent war ein voller Erfolg! Die verschiedenen Gruppen haben gezeigt, dass ein harmonisches Ganzes erst durch Vielfalt entstehen kann. Von klassischen Arrangements zu jugendkulturellen Tanzeinlagen war alles dabei, was sich das bunt durchmischte Publikum wünschen konnte. Wir danken für das zahlreiche Kommen und vor allem den Künstler_innen für die begeisternden Beiträge!
Eine Formation, die durch ihre Virtuosität und ihren Charme besonders viele Herzen bei den Zuschauer_innen gewinnen konnte, wird uns auch bei Lalala – Konzerte für Kinder am 23. April afghanische Klänge näher bringen – Musafer.


Auf dass die Knoten, die bei "In meiner Hand einer Wolke" geknüpft wurden, zu Netzen werden!

Euer kulturen in bewegung-Team

 
 

Kulturtipps
kulturen in bewegung

 

Lalala – Konzerte für Kinder: Musafer
23. April 2017, Wien


Rubab, Dholak und Tabla? Das sind nur einige der faszinierenden Instrumente, denen die fünfköpfige Band Musafer traditionelle afghanische Klänge entlockt und uns dabei die Musikkultur ihres Landes näher bringt. Trotz vieler Einflüsse der persischen, indischen und zentralasiatischen Kultur ist die Musik Afghanistans einzigartig. Die Melodien und Rhythmen erzählen von geselligen Runden und Feiern im Kreise der Familie, wo mit Gesang und einer Vielzahl an verschiedenen Instrumenten ein buntes Klangpotpourri erzeugt wird.

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Kulturtipps
Musik

 

Dobrek Project
1. & 2. April 2017, Wien

 

Eine Qualität des Akkordeonfestivals ist, dass es einige Fixpunkte im Festivalablauf gibt, etwa die jahrelang zelebrierten Jubiläumskonzerte des famosen Quartetts Dobrek Bistro. Eine weitere Qualität ist, dass sich Neuerungen und kreativen Ideen nicht um der Gewohnheit willen verschlossen wird. So spürt der vielseitige Krzysztof Dobrek heute erstmals seinem jüngsten Musenkuss nach. Er stellt ein Programm vor, bei dem er ausschließlich mit Kolleginnen seine Kompositionen interpretiert. Musiker (immer) und Schelm (manchmal), zeigt er mit dem Dobrek Project, wie sehr unsere „geographische Verortung“ von Musik von der Sprache geprägt ist, in der gesungen wird. Dass dies dabei alles andere als eine trockene musikpädagogische Lektion wird, dafür sorgen neben Dobrek selbst hochklassige Musikerinnen aus der Wiener World-Szene.

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Raul de Souza Quartet
7. April 2017, Salzburg

 

Viele internationale Musikmagazine beschreiben ihn als einen der besten Posau-nisten aller Zeiten. Nach 60 Jahren auf den großen Bühnen dieser Welt müsste sich der heute 83 Jährige eigentlich nichts mehr beweisen. Ein schönes Geschenk zum Jubiläum, wenn er mit seinem Quartett im Zuge seiner Tournee auch in´s Salzburger Jazzit kommt: Raul de Souza. Selten hat sich für den Samba ein besserer Botschafter als Raul de Souza gefunden, ein Posaunist, dessen Spieltechnik Aggressivität mit einem sanften, ausgereiften Klang zu kombinieren vermag. Eine Lektion in fröhlich-nostalgischer Musik, allen – und nicht nur Jazz- und Samba-Fans – zu empfehlen, die das Echte in der Kunst schätzen!

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The master musicians of Jajouka led by Bachir Attar

8. April 2017, Krems a. d. Donau

Kaum eine andere bestehende Musikgruppe auf der mediterranen Rundung des Globus dürfte eine weiter zurückreichende Geschichte haben: Seit ihnen von einem Ziegengott namens Boujeloud die Musik geschenkt wurde, spielen der Überlieferung nach Bewohner des marokkanischen Dorfes Jajouka im südlichen Rif-Gebirge die in Schleifen angelegten Melodien von Doppelrohrblattflöten über polyrhythmischen Zylindertrommelschlägen. Für Bachir Attar, den Leiter der heutigen Generation der „Master Musicians of Jajouka“, spielen sie die „Musik des Friedens“. Die Faszination der Musik erreichte in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts allmählich die westliche Musik.
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© Cherie Nutting
 

Ezequiel Mantega Trio

19. April 2017, Wien

Mit sämtlichen Kompositionen von Exequiel Mantega bietet das Trio eine sehr originelle Annäherung zum Tango und zur reichen sowie vielfältigen argentinischen Folklore dar, bei der traditionellen Rhythmen mit modernen Klangfarben erweitert werden. Exequiel Mantega ist als Pianist, Komponist, Produzent einer der wichtigsten Referenten der aktuellen argentinischen Musikszene.
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Karen Asatrian & Armenian Spirit: "Echoes from Armenia"

28. April 2017, Wien


ECHOES FROM ARMENIA ist eine international besetzte Band rund um die Vokalistin RITA MOVSESIAN und den Pianisten und Komponisten KAREN ASATRIAN. Ihre Musik schöpft aus dem reichen Fundus der armenischen Volksmusik, stellt Bezüge zu Kompositionen von Sayat Nova sowie Komitas her und entwickelt daraus eine eigene, unverwechselbare und zeitgenössische Klangsprache. Moderne Kompositionen des in Klagenfurt lebenden armenischen Jazzkomponisten Karen Asatrian bereichern ebenso das Programm.
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Kulturtipps
Literatur

 

Wieso Heimat, ich wohne zur Miete
4. April 2017, Salzburg


Vergnüglich zu lesen und dennoch von großer Ernsthaftigkeit ist der neue Roman von Selim Özdogan. „Wieso Heimat, ich wohne zur Miete“ greift mit provokanter Klugheit die bestimmenden Themen unserer Gegenwart auf. Krishna Mustafa, der Protagonist des Romans, dessen Mutter sich auf der Rückreise aus dem Hippieparadies Indien in einem Istanbuler Puddingshop in seinen Vater verliebt, ist Deutscher und Türke, jedenfalls sagen das seine beiden Reisepässe. In der Türkei geboren und in Deutschland aufgewachsen, ist er mit zwei kulturellen Systemen bestens vertraut, so lange bis seine Freundin ihn verlässt, weil er angeblich seine Identität noch nicht gefunden habe. Auf der Suche nach dieser tauscht Krishna mit seinem türkischen Cousin den Wohnort und fährt nach Istanbul.
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© Tim Bruening
 
 

Kulturtipps
Bildende Kunst

 

Starry Nights
27. April – 30. Juni 2017, Graz

 

In ihrer Installation thematisiert die aus Damaskus stammende Künstlerin Huda Takriti sehr unterschiedliche Wahrnehmungen, die mit Licht und Himmel in Zusammenhang stehen. In einprägsamer Weise setzt Takriti sich mit Traum und Wirklichkeit, der Wahrnehmungsvielfalt und ihren persönlichen Empfindungen auseinander, die sie in ihrer Jugend im Krieg führenden Nachbarland und dann in ihrer Heimat Syrien, selbst erleben musste. Die reduzierte Darstellungsweise, die Bezüge zur Darstellungswelt von Vincent van Goghs, von ihr bewusst zitiert, stellen Traum, Albtraum und Wirklichkeit in den Mittelpunkt. So kann Takriti ihre persönlichen Erfahrungen, Gefühle und Empfindungen ohne oberflächliche Nabelschau dem Publikum vermitteln. Durch diese Installation schafft Huda Takriti ein Szenario, das Ängste und Hoffnungen nachvollziehbar werden lässt, die nicht nur sie persönlich, sondern auch viele ihres Alters, die aus derselben Region stammen, bewegen.
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© CNN News broadcast "Shock and Awe" 2003
 
 

Kulturtipps
Tanz

 

Nayana Bhat "A Duet. Ein Solo"
10. April 2017, Salzburg

 

„A Duet. Ein Solo.” ist eine Reise zwischen zwei parallelen Welten. Eine vertraute Realität und eine andere vertraute Realität, die sich gegenseitig jedoch fremd sind. Die Tänzerin Nayana Bhat bewegt sich zwischen diesen Parallelen – die sich naturgemäß zu keiner Zeit treffen – auf einer beständigen Suche danach, wer sie ist, in Beziehung dazu, wo sie ist. Auf dieser Reise zeigt sie uns die Fragen, mit denen sie konfrontiert wird und die unscharfen, kaum greifbaren Antworten, derer sie habhaft zu werden glaubt.

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© Bernhard Müller
 
 

Kulturtipps
Theater

 

Die Geschichte eines jungen aus Afghanistan
1. – 29. April 2017, Wien

 

Heute will der Junge unbedingt ein Tor schießen! Sie kicken auf dem Marktplatz, er hat den Ball, zieht durch, der Ball fliegt und fliegt und – trifft genau den Kopf einer verschleierten Frau! Sie fällt und bewegt sich nicht. Der Junge überlegt nicht lang. Er hat in der Schule einen Erste-Hilfe-Kurs gemacht und beginnt gleich mit der Mund-zu-Mund-Beatmung. Doch das darf man nicht! Schon ist er umringt von Männern mit dichten Bärten, die ihn anschreien. Männer, die in diesem Land bestimmen, was man darf und was nicht. Männer, die Gewalt säen und seine Familie bedrohen. Hier soll der Junge nicht mehr bleiben. Er soll es besser haben, sagt seine Mutter und schickt ihn allein auf den langen und gefährlichen Weg nach Europa. Der Junge erzählt uns von den Schleppern, der Not und der Angst. Aber auch vom Ankommen und davon, wie man hier herausfindet, wer man nun sein soll.

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© Flo Staffelmayr
 

Yellow Line
2. April – 20. Mai 2017, Graz

 

Bedeutet die menschliche Sehnsucht nach Freiheit letztlich doch nichts anderes als den Wunsch nach einem geregelten Leben, in dem man Verantwortung und eigene Entscheidungen delegieren kann? Juli Zeh und Charlotte Roos haben mit „Yellow Line“ eine so temporeiche wie böse Komödie über Freiheitssuche, Bedürfnisgemeinschaften und das Glück der Selbsteinsperrung geschaffen, in der die Grenzen zwischen Pauschalurlaub, Massenzuwanderung und Massentierhaltung verschwimmen und Grenzübertritte im Allgemeinen zum Problem werden. Dabei stehen Zehs und Roos’ Figuren immer wieder vor der Frage, ob es sinnvoll ist, vorgegebene Linien zu überschreiten und wann dabei die öffentliche Ordnung wirklich in Gefahr gerät.

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© Lupi Spuma
 

Das Meer sollst du sein | Denzi Olunmali
4. April 2017, Wien

 

Die Türkei ist die „beste Demokratie wo gibt“ – zumindest, wenn man Präsident Erdogan und seinen Gefolgsleuten Glauben schenkt. Also genau jenen, die den gescheiterten Putschversuch vom vergangenen Juli zum Anlass genommen haben, den bereits davor begonnenen Umbau des Staates in Richtung eines autoritären „Ein-Mann-Regimes“ weiter und schneller voranzutreiben. So wurden in den vergangenen Monaten tausende Menschen verfolgt, entlassen, verhaftet oder ins Exil getrieben, gewählte Politiker*innen aus ihren Ämtern vertrieben, Medien und zivilgesellschaftliche Organisationen zugesperrt.

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Kulturtipps
Kultur & Diskurs

 

Internationaler Romatag 2017
1. April 2017, Oberwart

 

Der 8. April, der Internationale Roma-Tag, dient dem notwenigen Zweck, unserer Existenz und Sichtbarkeit auf der ganzen Welt ein Zeichen zu setzen. Die Tagung der Volkshochschule der burgenländischen Roma wird sich im Jahr 2017 den Romafrauen (Romnija), ihrem Selbstverständnis und ihren Lebensrealitäten widmen. Dabei sollen Frauen, die als Vorbilder – nicht nur in der Romagemeinschaft, sondern für alle Frauen – dienen können, zu Wort kommen. Es gibt Klischeevorstellungen über Sinti- und Roma-Frauen in der Gesellschaft, die seit vielen Generationen tradiert werden und bis heute existieren. Dass dies in der Gegenwart nicht mehr der Fall sein muss, werden prominente und engagierte Romnija durch Erzählungen über ihre Entwicklung und ihr Frausein darstellen.  

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Rückfragen und Reaktionen bitte an brotzge@vidc.org 

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