© Linda Zahra
 

Ausgabe 5/2017 vom 28. April 2017


kulturen in bewegung streckt im Mai seine Fühler aus und bringt eine Ausstellung, die im Herbst 2016 in Wien gezeigt wurde, nach Eisenstadt. In Kombination mit einer Lesung des syrischen Autors Hamed Abboud werden die Bilder von Linda Zahra in der Ausstellung outside.homeland im Europahaus Burgenland zu sehen sein.
Bei Lalala – Konzerte für Kinder am 14. Mai bekommen die großen und kleinen Besucher_innen diesmal nicht nur Musik aus aller Welt zu hören, sondern auch den alten Laith, eine Handpuppe zu sehen, der sie auf seine spannenden Reisen an ferne Orte mitnehmen wird.


Einen bunten Mai mit noch bunterem Kulturprogramm wünscht

euer kulturen in bewegung-Team

 
 

Kulturtipps
kulturen in bewegung

 

Lalala – Konzerte für Kinder: Ferne Welten
14. Mai 2017, Wien


Mona Matbou Riahi und Marek Zink, zwei abenteuerlustige Musizierende auf Reisen, begegnen dem alten Laith (Handpuppe), mit dem sie sich auf eine große Seefahrt begeben, um den Ozean zu überqueren. Auf dieser Reise wird der Wind herbei gesungen und so manch anderes Wesen als Spielgefährte entdeckt. Die farbenfrohen Melodien und vielfältigen Rhythmen nehmen uns mit auf Ausflüge in den Orient und an andere ferne Orte. Im Gepäck sind Klarinette, Cajon, Gitarre und viele Überraschungen. Mittanzen, mitsingen oder einfach nur zuhören, staunen und genießen! Wie weit kann die Musik uns tragen?

>Mehr

 
 

outside.homeland Linda Zahra

2. Mai – 27. Juni 2017, Eisenstadt


Das Europhaus Burgenland lädt zur Ausstellung "outside.homeland" von Linda Zahra. Wie einem Traum entrissene Bilder, die Wirklichkeit geworden sind, erscheinen die Fotografien der Künstlerin. Sie wählte für ihre Ausstellung den Titel outside.homeland, um die andauernde Tragödie in Syrien zum Ausdruck zu bringen. Obwohl die Orte in den Fotografien von Dunkelheit umgeben sind, lassen sie immer ein Fenster offen, durch das man blicken und das ersehnte Licht sehen kann – ein kleiner Raum, der einen großen Traum beherbergt. Hamed Abboud liest dazu aus seinem Buch "Der Tod bäckt einen Geburtstagskuchen". Die Lesung findet auf arabisch und deutsch statt. Mit seinen Texten schlägt der Autor eine Brücke zwischen Geburt und Tod, Krieg und Frieden, Leben und Sterben. Sarkastisch, humorvoll, komisch und tragisch zugleich erklärt, analysiert und abstrahiert er, erweitert die Realität metaphorisch um eine neue Dimension, um der Ungeheuerlichkeit des Tötens etwas entgegensetzen zu können.

>Mehr

 
Window to Damascus © Linda Zahra
 
 

Kulturtipps
Musik

 

Moh! Kouyaté
8. Mai 2017, Wien

 

Er liebt schrille Designerhemden, Hüte und seine Gitarre, mit der er schon als kleiner Junge den Meistern der guinesischen Musik, Sekou »Diamond Fingers« Bembeya oder Ousmane Kouyaté, nacheiferte. Als Sohn einer guinesischen Griot-Familie kam Moh! Kouyaté früh mit der lebendigen Tradition der singenden Geschichtenerzähler, Dichter und Musiker, die die Kultur ihres Volkes bewahren, in Kontakt. Und blieb zugleich immer offen für vielfältige Einflüsse: Stilistisch bewegt sich der Singer-Songwriter mit energetischer Bühnenpräsenz und elegantem Gitarrenstil zwischen Afro-Pop, Funk, Blues und traditioneller Mandinka-Musik. Moh! Kouyaté singt in den guinesischen Dialekten Sousou, Manika, im westafrikanischen Pular und auf Französisch – und schlägt damit eine Brücke zwischen Kulturen, Genres und Generationen. Österreich-Debüt!

>Mehr

 
© Hugues Anhès
 

Toots & The Maytals

14. Mai 2017, Wien

Seit den frühen 60er Jahren prägen Toots And The Maytals den Ska und Reggae entscheidend mit. Als der Ska um 1967/68 etwas an Tempo einbüßt, veröffentlicht die Band die Single "Do The Reggay", auf der Toots nebenbei noch den Begriff "Reggae" für die gesamte Stilrichtung aus dem Ärmel schüttelt. Auf dem neuen Album „Unplugged On Strawberry Hill“ gibt es ihre grössten Hits wie "Pressure Drop", "Monkey Man", "54-46 Thats my Nr", "Funky Kingston" uvm. in den akustischen Versionen zu hören. Als Extra liefert die Band auch gleich die DVD Reggae Got Soul dazu.
>Mehr

 
© Toots & The Maytals
 

The Vienna Expatriate Ensemble
23. Mai 2017, Wien

 

„The Vienna Expatriate Ensemble“ ist ein Ende 2015 gegründetes Ensemble, welches derzeit aus ca. 30 Künstlerinnen und Künstlern aus elf verschiedenen Staaten besteht. Ein großer Teil von ihnen hat Migrationshintergrund und lebt als AsylberechtigteR bzw. AsylwerberIn in Österreich. Die Gruppe arbeitet intensiv mit bekannten österreichischen MusikerInnen zusammen, wodurch ein höchst attraktives Zusammenspiel aus orientalischer Musik, Weltmusik und Jazz entsteht. Die musikalische Leitung liegt in den Händen des syrischen Komponisten und Oud-Meisters Orwa Saleh, die Choreografie obliegt Ioana Anastasia Rusu. Die Sängerin ist die Syrerin Basma Jabr.

>Mehr

 
© Linda Zahra
 
 

Kulturtipps
Literatur

 

50 Gramm Paradies
3. Mai 2017, Salzburg


Beirut, 1994. Es sind zehn Jahre vergangen, seit Maja den Libanon verlassen hat. Nun ist sie zurückgekommen, die Verheerungen des zu Ende gegangenen Bürgerkriegs sind überall sicht- und spürbar, nicht nur in den Straßen, sondern vor allem in den Seelen der Menschen. Bei Dreharbeiten zu einem Dokumentarfilm findet Maja zwischen Ruinen der Stadt einen abgewetzten Lederkoffer, dessen Inhalt – Briefe, Fotos, Tagebücher – ihr Leben auf den Kopf stellt. Majas Recherchen führen sie auf die Spur der syrischen Journalistin Nura, die, vom Geheimdienst verfolgt, Ende der 70er Jahre in den Libanon geflüchtet war.
>Mehr

 
© Verlag Lenos
 

Ngũgĩ wa Thiong’o
4. Mai 2017, Wien

 

Ngũgĩ wa Thiong’o is one of Africa’s most important writers and intellectuals and one of the frequent favourites for the Nobel Prize in Literature. He was born in Kenya in 1938 into a large peasant family, attended university in Uganda and in England and started his career as a novelist in the 1960s. His novels include Weep Not Child (1964), Matigari (1986) and Murogi wa Kagogo (transl. Wizard of the Crow 2006). He is author of the essay collections Decolonising the Mind (1986) and Something Torn and New: An African Renaissance (2009). Since the 1970s, he has been a powerful voice in struggles for cultural decolonisation and in the promotion of African languages.
>Mehr

 
© Daniel A. Anderson
 

Mahi Binebine – Die Engel von Sidi Moumen
10. Mai 2017, Graz

 

In seinem Roman erzählt Binebine vom Leben eines marokkanischen Jungen, der mit acht Brüdern in einem Armenviertel am Rande Casablancas aufwächst. Seine Zeit verbringt er beim Fußballspielen mit seinen Freunden, seiner einzigen Freude, oder mit Gelegenheitsjobs, um irgendwie über die Runden zu kommen. Abu Subair unterstützt die Jungen mit finanziellen Zuwendungen und erzählt ihnen vom Paradies, das im Islam auf sie wartet. Eine Geschichte die zeigt, wie Armut und Gewalt sehr schnell zum Nährboden für Extremismus werden können.
>Mehr

 
© Laurent Moulager
 
 

Kulturtipps
Bildende Kunst

 

CrossRoads Thessaloniki
4. – 12. Mai 2017, Wien

 

CrossRoads war ein Fotoworkshop im Flüchtlingslager Softex in Nordgriechenland, an dem sowohl Flüchtlinge, die derzeit Asyl in Europa suchen, als auch Menschen, die in Thessaloniki leben, teilnahmen. Die beeindruckenden Ergebnisse sind in erstmals in Wien in einer Fotoausstellung zu sehen. CrossRoads ist ein Projekt, das darauf aufgebaut ist, Menschen, die an verschiedenen Punkten einer Krise stehen, zusammenzubringen. Sie treffen sich an den Brücken ihrer Wahrnehmungen des Lebens. Die beiden Fotografen und Projektkoordinatoren Loïs Simac und Tasos Markou hatten die Idee für dieses Projekt im September 2016.
>Mehr

 
© CrossRoads
 

Adrián Villar Rojas – The Theater of Disappearance
13. Mai – 27. August 2017, Bregenz

 

Adrián Villar Rojas arbeitet in größten Dimensionen. Seine Ausstellung hat bereits jetzt ihren gesicherten Platz in der großen Geschichte des Kunsthaus Bregenz. Selten wurden derart viele Materialien verarbeitet, selten so massiv Ressourcen in Anspruch genommen. Für das Kunsthaus Bregenz entwirft der Künstler einen vierteiligen Zyklus, eine Passage durch die Geschichte der menschlichen Kultur von ihrer Entstehung (Erdgeschoss) bis zu ihrer fragwürdigen Apotheose (3. Obergeschoss). Adrián Villar Rojas verwandelt das Kunsthaus Bregenz in einen Betonbunker, in dem die Kunstgegenstände letztlich gerettet werden.
>Mehr

 
© Adrián Villar Rojas
 
 

Kulturtipps
Tanz

 

Lemi Ponifasio – Mau Wahine
20. Mai 2017, St. Pölten

 

Vor 20 Jahren gründete der international renommierte Choreograf und Regisseur Lemi Ponifasio MAU als transformative Kraft – eine Zusammenarbeit mit Communities und KünstlerInnen aus aller Welt. Den Ursprung von Ponifasios neuer Kreation bildet die Maori-Legende über die „Große Göttin der Nacht“, Hine Nui Te Po, eine betrogene und misshandelte Frau, die vor ihrem auswegslosen Schicksal in die Unterwelt flieht, um dort die menschlichen Seelen nach ihrem Tod in Empfang zu nehmen. In diesem Stück, das Ponifasio selbst als Oper bezeichnet, werden 15 Maori-Frauen – MAU Wahine – in zeremoniellen Prozessionen und mit traditionellen Maori-Musiken und -Liedern Prophezeiungen und Wünsche zum Ausdruck bringen.

>Mehr

 
© Lemi Ponifasio / MAU
 
 

Kulturtipps
Theater

 

Homebody / Kabul
4. Mai 2017, Wien

 

Eine gebildete, verheiratete Europäerin, die in Wien lebt. SIE führt ein durchschnittliches, bürgerliches Leben und bemerkt eines Tages, dass sie Sehnsucht nach „MEHR“ hat. Bis zu diesem Zeitpunkt besteht ihr Leben hauptsächlich aus Pflichterfüllung. Ohne ihre Handlungen näher zu hinterfragen, entdeckt SIE in Ihrem routinemäßigen Alltag ihre ungestillten Sehnsüchte. Ihr fällt zufällig ein alter Reiseführer über Kabul, der Hauptstadt Afghanistans in die Hände. In der Einförmigkeit ihres Alltags bietet ihr diese Lektüre eine willkommene Abwechslung. SIE ist fasziniert von diesem einst blühenden und kulturell hoch entwickelten Land mit einer faszinierenden Geschichte.

>Mehr

 
© Stefan Klemenjak
 

Szene Bunte Wähne
17. Mai – 25. Juni 2017, Waldviertel

 

Den Auftakt und zugleich Höhepunkt von Szene Bunte Wähne bildet das Internationale Theaterfestival für junges Publikum mit Zentrum Horn. Es bietet ein dichtes Programm für Familien, Kinder, Jugendliche und Erwachsene und insbesondere auch Schulen mit internationalen und österreichischen Theater-, Tanz-, Musik-, Figuren-, Puppentheaterproduktionen, Opern, Konzerten und Events.

>Mehr

 
 
 

Kulturtipps
Festival

 

7. Wiener Integrationswoche
bis 10. Mai 2017, Wien

 

Die “Wiener Integrationswoche“ ist eine Veranstaltungsreihe im Zeichen der Wiener Vielfalt. Ziel ist es, ein positives Signal im Sinne des friedlichen Zusammenlebens in Wien zu setzen. Die Wiener Integrationswoche ist ein aktiver Beitrag zur Förderung der Teilhabe am kulturellen und gesellschaftlichen Leben einer Stadt, deren Geschichte immer schon von Diversität geprägt war. Mit über 300 Veranstaltungen zeigen wir auch heuer wieder, dass Vielfalt in Wien Tag für Tag gelebt wird. Die Veranstaltungsreihe bietet eine breite Auswahl an Angeboten, die von Theater und Konzerten über Workshops bis zu Infoveranstaltungen reichen.

>Mehr

 
 

Zommkemma Festival
26. – 28. Mai 2017, Buch i.T.

 

Beim Zommkemma Festival in Buch in Tirol treffen traditionelle syrische und iranische Klänge vom Salah Ammo Trio auf Hip-Hop Beats, Reggae, Ska und Rock von Rocky Leon und afrikanische Fusion von MaMaAFR!KA auf ländlich-urbane Volks- bis Jazzmusik von Veits Tanzl Musig. Dazwischen gibt es Kulinarisches und allerlei Vergnügliches vom Bazar sowie die Möglichkeit zum gemütlichen Beisammensein.

>Mehr

 
© Andreas Kurz
 

Südwind Straßenfest
27. Mai 2017, Wien

 

Am Samstag, dem 27. Mai 2017 feiern wir wieder das vielfältige Engagement all jener Menschen, die sich für eine bessere Welt einsetzen. Das Südwind Straßenfest bietet eine Begegnungszone für alle Menschen und Kulturen, sowie eine Präsentationsmöglichkeit für verschiedenste zivilgesellschaftliche Organisationen und Initiativen. Internationale Live-Musik, Workshop- und Seminarangebote, Kulinarik aus aller Welt, Kunsthandwerk und nachhaltige und faire Einkaufsmöglichkeiten runden diesen bunten Tag ab.

>Mehr

 
 
 

Kulturtipps
Kultur & Diskurs

 

Landraub, Vertreibung und indigener Widerstand
16. Mai 2017, Graz

 

Ládio Veron – Vertreter der indigenen Gruppe der Guarani-Kaiowá – wird im Rahmen einer europaweiten Solidaritätsreise Station in Graz machen, um über die prekäre Situation der Guarani-Kaiowá in Mato Grosso do Sul zu berichten. Für die ca. 45.000 Guarani-Kaiowá im Bundesstaat Mato Grosso do Sul ist Land der Ursprung allen Lebens, doch GroßgrundbesitzerInnen und Agrobusiness (Soja, Zuckerrohr, Eukalyptus, Rindfleisch) haben große Teile ihres Gebiets verwüstet und nahezu all ihr Land genommen, obwohl dieses ihnen in der Verfassung zugesichert ist.

>Mehr

 
© Gesellschaft für bedrohte Völker
 

Die Utopie einer vorurteilsfreien Gesellschaft
18. Mai 2017, Wien

 

Erforschung der im Alltag angesiedelten Normalität von Rassismus und Diskriminierung und Reflexionsprozess nach einer Übung der Anti-Bias-Werkstatt. Die Kunstprojekte, die María Linares realisiert und kuratiert, zielen weniger auf die Betrachtung ihrer Arbeit in Kunstausstellungen ab, als auf eine aktive Teilnahme von Ausstellungsbesucher_innen und darauf, Passant_innen im Stadtraum zu überraschen und in ihre Aktionen miteinzubeziehen. Ihr Projekt RE-ENACTING OFFENCES, das auf der Übung der Anti-Bias-Werkstatt basiert, analysiert öffentliche Räume.

>Mehr

 
© Depot
 

Impressum

Herausgeber und Medieninhaber: 
kulturen in bewegung 
VIDC – Vienna Institute for International Dialogue and Cooperation, 1040 Wien, Möllwaldplatz 5/3, 
Tel: +43-1-713 35 94, Fax: +43-1-713 35 94 73office@vidc.orgwww.vidc.org 

Redaktion und inhaltliche Verantwortung: Edith Brotzge 
Rückfragen und Reaktionen bitte an brotzge@vidc.org 

kulturen in bewegung-news erscheinen monatlich 

© 2017 VIDC

Wenn Sie keine Zusendungen mehr von kulturen in bewegung
erhalten wollen, oder wenn Sie Ihre Daten ändern wollen
klicken Sie bitte hier.