Lost Strange Things: On not finding home © Tanya Traboulsi

Culture X Change: Libanon

kulturen in bewegung startet in Kooperation mit verschiedenen Kulturpartner*innen unter dem Titel Culture X Change eine neue Reihe. Sie bringt Künstler*innen aus verschiedenen Weltgegenden in Österreich zusammen. Es sind Versuche, Werkstätten, Kompositionen, Eindrücke, die anregen, irritieren und Mut machen.

Culture X Change erfüllt die Rolle der Kunst und der Musik als Startpiste für außereuropäische künstlerische Kooperationen. Das Projekt dient als Türöffner und Transmissionsriemen, bestehende Stereotype des „Anderen“ in Frage zu stellen. Die Beiträge thematisieren mit kritischen Blicken u.a. die Freiheit der Kunst und der Kulturschaffenden in den jeweiligen Ländern. Neben Konzerten werden künftighin auch  Kunstformen wie Film, Literatur, Theater oder Bildende Kunst in das Programm einbezogen.

Konzert: Marcel Khalifé & Peter Herbert Duo / Rami Khalifé Solo

20. & 21. April 2019, 20:30
Porgy & Bess, Riemergasse 11, 1010 WIEN


Change X Change startet in Zusammenarbeit mit dem Jazzclub Porgy & Bess mit einer außergewöhnlichen musikalischen Begegnung. Marcel Khalifé und Peter Herbert arbeiten bereits jahrzehntelang am ost-westlichen Dialog. Ihre Zusammenarbeit kann unzweifelhaft als Modell für musikalische Formen der wechselseitigen Beeinflussung herangezogen werden.

Im Fall von Marcel und Rami Khalifé und Peter Herbert (Kontrabass) währt die exemplarische Zusammenarbeit schon jahrelang und kann als Modell für musikalische Formen der wechselseitigen Beeinflussung herangezogen werden. Das Konzertformat stellt die Kooperation und den gegenseitigen Respekt füreinander in den Mittelpunkt. Auch die soziale und politische Rolle, die Khalife über die Jahre in seiner Heimat Libanon einnimmt, fließt in die Gestaltung ein.

Marcel Khalifé ist im Libanon, im arabischen Raum eine anerkannte Musikerpersönlichkeit. Er äußert sich als UNESCO Botschafter für den Frieden kritisch zu den anhaltenden kriegerischen Auseinandersetzungen in der Region. Die soziale und politische Stimme, die Khalife über die Jahre in seiner Heimat Libanon einnimmt, ist dabei nicht zu überhören.

Peter Herbert ist für Khalifé ein kongenialer Partner. Auch er befindet sich auf einer kontinuierlichen Reise zwischen den Kulturen und Musikstilen. Sein Wirkungsradius reicht von Jazz, Klassik, improvisierte und Neue Musik, klassische arabische Musik, Auftragskompositionen von Orchester- oder Kammermusikwerken bis hin zu Avantgarde-Theater und Multimediakompositionen.

"Heralded as a “musician of extreme caliber and pure expression…a welcome experimental detour from the norm of today and in the relatively conformist world of classical composition…he is positively brand new” by the Daily Star, it’s no wonder that Rami Khalifé has emerged as one of the most exciting young composers of the 21st Century."


Ausstellung: Lost Strange Things: On not finding home

08. - 22. April 2019
Porgy & Bess, Riemergasse 11, 1010 WIEN


Zwei Jahre fotografierte Tanya Traboulsi Menschen, Landschaften und Stadträume, Objekte und Innenräume in Österreich und im Libanon. Die Arbeiten illustrieren verschiedene Facetten von Heimat.

Tanya Traboulsi ist Fotokünstlerin und lebt in Beirut. In ihren reflektiert in ihren Fotografien die unterschiedlichen Entwicklungen und Geschwindigkeiten in Beirut und in Wien. Angesichts der Tatsache, dass Beirut offiziell  in etwa gleich viele Einwohner*innen beherbergt wie Wien, ergeben sich aus künstlerischer Perspektive sowohl Parallelen wie verstörende Ausblicke.

Im Rahmen von Culture X Change zeigt Traboulsi die Ausstellung „Something Borrowed“, wo sie die Situation von unverheirateten Frauen in Beirut thematisiert. Im Porgy & Bess sind zwei Arbeiten ihrer Serie „Lost Strange Things: On not finding home“ zu sehen


Podiumsdiskussion: Vermessungen des Krieges - (Zwangs-)Rückkehr und Wiederaufbau in Syrien 

Libanons Nachbarschaft: Syrien

11. April 2019, 19:00
Diplomatische Akademie, Favoristenstraße 15A, 1040 Wien 


Während der brutale Krieg in Libanons Nachbarschaft, in Syrien noch nicht beendet ist, propagieren sowohl das Regime in Damaskus als auch die weiteren involvierten Staaten eine Normalisierung der Lage. Mit Wiederaufbaumaßnahmen soll der Eindruck erweckt werden, dass nun das Ende von Vertreibungen und Bombardierungen erreicht sei. Was heißt allerdings Wiederaufbau eines zerstörten Landes für die Zivilbevölkerung? Inwiefern werden derartige Maßnahmen den Millionen (intern) Vertriebenen und Geflüchteten eine Rückkehr ohne Zwang ermöglichen? Welche Debatten um (Zwangs-)Rückkehr gibt es in Aufnahmeländern wie dem Libanon, dem Land, das gemessen an seiner Einwohner*innenzahl die größte Zahl an syrischen Flüchtlingen beherbergt? Wie sehr können zivilgesellschaftliche Initiativen innerhalb und außerhalb Syriens eine aktive Rolle im Prozess des Wiederaufbaus übernehmen? 

Es diskutieren u.a.:

Ansar Jasim, Adopt a Revolution, Berlin
Abdallah Alkhatib, palästinensisch-syrischer Aktivist, Damaskus/Münster
Rabie Nasr, Syrian Center for Policy Research, Beirut

Veranstaltungssprachen: Arabisch und Deutsch mit Simultandolmetschung


Ausstellung: Something Borrowed 

29. April - 03. Mai 2019
ega: frauen im zentrum, Windmühlgasse 26, 1060 WIEN 


Eröffnung: 29. April 2019, 18:30 

Tanya Traboulsi ist Fotokünstlerin und lebt in Beirut. Sie reflektiert in ihren Fotografien unterschiedliche Entwicklungen und Geschwindigkeiten in Beirut und in Wien. Angesichts der Tatsache, dass Beirut offiziell  in etwa gleich viele Einwohner*innen beherbergt wie Wien, ergeben sich aus künstlerischer Perspektive sowohl Parallelen wie verstörende Ausblicke.

Im Rahmen von Culture X Change zeigt Traboulsi die Ausstellung „Something Borrowed“, wo sie die Situation von unverheirateten Frauen in Beirut thematisiert.