Vahida Ramujkić, in Belgrad lebende bildende Künstlerin, Forscherin und Kulturarbeiterin. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Verbesserung der strukturellen, arbeitsrechtlichen und sozioökonomischen Bedingungen für Künstler*innen und Kulturarbeiter*innen. Sie hat einen Doktortitel, einen Master of Fine Arts (MFA) und einen Bachelor of Fine Arts (BFA) von der Universität der Künste in Belgrad. Seit 2020 hat sie ULUS, Serbiens größten Berufsverband für bildende Kunst, reformiert und leitet diesen. Sie hat eine langfristige Plattform zur Erforschung der Arbeitsbedingungen im Bereich der bildenden Kunst initiiert und koordiniert diese mit. Die Plattform entwickelt politische Vorschläge für systemische Reformen und hat Branchenstudien zur Ausbeutung in der zeitgenössischen Kunstproduktion sowie konkrete politische Instrumente erarbeitet. Auf internationaler Ebene war sie Mitbegründerin von ROTORRR (2001–2008) und Minipogon (2017–2023), die sich mit solidarischen Wirtschaftsmodellen befassen. Ihre Forschung befasst sich mit Wissensproduktion, kollektivem Gedächtnis und sozialer Organisation. Sie gewann den ersten Preis des Oktober-Salons (2011) und engagiert sich weiterhin in den Bereichen Forschung, Publikation, Interessenvertretung und institutioneller Entwicklung, um die kulturelle Produktion und die künstlerische Arbeit zu stärken.

