© Anouk Maupu

SPAfrica

SPAfrica
Studio Julian Hetzel & Ntando Cele

30. September & 1. Oktober, 19:30 Uhr | WUK-Saal
30. September: Artist Talk im Anschluss an die Performance
Ntando Cele im Gespräch mit Fariba Mosleh, Kuratorin und Kulturmanagerin

Ticketverkauf ab Anfang August – mehr Informationen in Kürze

SPAfrica, eine Performance über Empathie und Extraktivismus. Ein Projekt, das untersucht, wie Kapitalismus mit Rassismus verbunden ist. 

Julian Hetzel und Ntando Cele bündeln ihre Kräfte, um die Grenzen von Empathie zu erforschen – also die Fähigkeit, zu verstehen oder nachzuempfinden, was eine andere Person erlebt. Was, wenn Empathie Machtstrukturen nicht verändert oder überwindet, sondern bestehende Privilegien sogar verstärkt? SPAfrica legt die problematischen Mechanismen und den verborgenen Rassismus ihrer Funktionsweise offen.

SPAfrica führt eine doppelte Geste der Gewinnung von „flüssiger Empathie“ ein und baut auf dem Austausch von Ressourcen zwischen Europa und Afrika auf – Wasser für Tränen und Tränen für Wasser. Einerseits wird Trinkwasser aus den Regionen südlich der Sahara nach Europa importiert: SPAfrica – das weltweit erste „Empathie-Getränk“. Andererseits werden Tränen im Herzen Europas gewonnen und zur Quelle des Wassers in Afrika zurückgeführt. Das Projekt stellt die Ausbeutung natürlicher und emotionaler Ressourcen einander gegenüber und legt neoliberale Strategien bei der Suche nach alternativen Rohstoffen offen.

In ihrer neuen Arbeit hinterfragen Hetzel und Cele, wie immaterielle Werte wie Identität und kultureller Hintergrund kapitalisiert werden. Auf dem internationalen Kunstmarkt sind der kulturelle Hintergrund und die Identität der Protagonist*innen zu wertvollen Ressourcen für die Wertschöpfung geworden. Ist Trauma das neue Gold der Kunst?